Würgereiz beim Zahnarzt: Warum er entsteht und wie wir in unserer Zahnarztpraxis in Odenthal damit umgehen

Heller Flur in der Zahnarztpraxis „Zahnmedizin an der Dhünn“ mit Holzfußboden und großen Fenstern. Eine Person in medizinischer Kleidung geht durch den Flur. An der Wand ist eine Glastür zu sehen, die in einen Besprechungsraum führt. Eine Pflanze auf einem weißen Schrank verleiht dem Raum eine freundliche Atmosphäre.

Es gibt Erfahrungen, die sich einprägen. Ein klassischer Abdruck, der unangenehmer war als erwartet. Das Gefühl, einen Moment ausharren zu müssen, während der Mund voll besetzt ist und man am liebsten sofort Schluss machen würde. Für manche bleibt das eine unangenehme Erinnerung. Für andere wird es zum Grund, Zahnarzttermine dauerhaft aufzuschieben. Dabei ist Würgereiz keine Besonderheit und kein Zeichen von Überempfindlichkeit. Er ist ein natürlicher Schutzreflex des Körpers, und er betrifft deutlich mehr Menschen, als offen darüber sprechen.

 

Warum der Würgereflex so oft beim Abdruck auftritt

Der Würgereflex schützt den Körper davor, dass Fremdkörper unkontrolliert in den Rachen gelangen. Beim klassischen Abdruck kommen gleich mehrere Auslöser zusammen: der Abdrucklöffel, der den Mundraum deutlich ausfüllt, das ungewohnte Material, der Druck in Richtung Rachen und das schlichte Wissen, stillhalten zu müssen, bis alles fertig ist.

Bei Menschen mit Zahnarztangst verstärkt sich das häufig durch einen zusätzlichen Faktor: das Gefühl von Kontrollverlust. Die Vorstellung, den Löffel nicht sofort entfernen lassen zu können, wenn man es dringend möchte, erzeugt Anspannung. Und Anspannung macht den Würgereflex empfindlicher. Es entsteht ein Kreislauf, den viele aus eigener Erfahrung kennen, über den aber die wenigsten offen sprechen, oft aus Scham.

Genau das möchten wir ändern.

 

Offen ansprechen, gemeinsam planen

In der Zahnmedizin an der Dhünn kennen wir viele unserer Patientinnen und Patienten seit Jahren. Das schafft eine Grundlage, die in größeren Einrichtungen schwerer zu erreichen ist: echtes Vertrauen. Wer uns vorab sagt, dass Würgereiz oder Zahnarztangst ein Thema ist, dem begegnen wir mit Ruhe, Zeit und einem gemeinsam abgestimmten Plan. Kein Behandlungsdruck, kein Übergehen von Signalen.

Wie auf unserer Seite für Angstpatienten beschrieben, vereinbaren wir mit jedem, der es möchte, ein klares Stoppsignal. Das gilt selbstverständlich auch bei Würgereiz: Wer das Signal gibt, bekommt sofort eine Pause. Ohne Nachfragen, ohne Erklärung.

 

Digitale Abformung als häufig genutzte Alternative

In vielen Behandlungssituationen setzen wir auf den Intraoralscanner. Das ist eine kompakte Kamera, die Zähne und Mundsituation präzise digital erfasst. Statt Abdrucklöffel und Abdruckmaterial entsteht ein digitales 3D-Modell, das direkt am Monitor sichtbar ist.

Für Patientinnen und Patienten mit Würgereiz hat das spürbare Vorteile: Der Scanner nimmt deutlich weniger Platz im Mund ein als ein Abdrucklöffel, das Verfahren lässt sich jederzeit unterbrechen, und viele empfinden es als angenehmer, weil sie auf dem Bildschirm in Echtzeit verfolgen können, was bereits erfasst wurde. Das gibt ein Gefühl von Transparenz, das Anspannung oft deutlich reduziert.

Ob der Intraoralscanner für eine konkrete Behandlung geeignet ist, besprechen wir vorab. Die digitalen Daten lassen sich für viele Versorgungen nutzen, zum Beispiel für Kronen, Schienen oder Zahnersatz.

 

Wenn mehr Unterstützung gewünscht wird

Für Patientinnen und Patienten, bei denen Würgereiz und Zahnarztangst eng zusammenhängen und bei denen auch ruhige Planung und der Intraoralscanner nicht ausreichen, bieten wir nach sorgfältigem Gespräch und individueller Prüfung auch die Möglichkeit einer Dämmerschlaf-Sedierung an. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite für Angstpatienten.

 

Der erste Schritt ist ein Gespräch

Wenn Würgereiz für Sie ein Thema ist: Sagen Sie es uns bitte einfach, beim Anruf, per Mail oder beim ersten Termin. Wir bereiten uns vor und gehen gemeinsam einen Weg, der zu Ihnen passt.

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